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  La Familie Kurzweil

Epilog
Von Septfonds nach Auschwitz:
Die Zeit der Deportation
August - September 1942


Die in diesem Kapitel zusammengestellten Informationen sind verschiedenen Untersuchungen entnommen (hauptsächlich der von Gérard Gobitz) und den Akten, die im Rathaus von Auvillar aufbewahrt sind (Berichte und Korrespondenz der Gendarmerie).

Die übrigen Dokumente wurden in den Koffern und den Möbelstücken der Familie KURZWEIL gefunden, die in Auvillar aufbewahrt waren.

26.08.42 Die Familie KURZWEIL wird zum Lager Septfonds abtransportiert mit den anderen drei jüdischen Familien, die in Auvillar Ausgangssperre hatten (ROTH, WEINNELBERG und WINEVIEZ).
Firmin COMBES, der stellvertretende Bürgermeister von Auvillar, versiegelt das Haus Nr. 3 place de l'horloge, das von der Familie KURZWEIL bewohnt war.

 

 

 

26.08.42

Mgr Théas, Bischof von Montauban, verfasst einen Hirtenbrief "sur le respect de la personne humaine" (über den Respekt vor der menschlichen Person), in dem er gegen die Judenverfolgung in Paris und in der Region Protest erhebt. Er wird in den Pfarreien der Diözese am Sonntag, den 30. August, verlesen und dann, ganz wie der Hirtenbrief von Bischof Saliège, in ganz Frankreich von der Untergrundpresse verbreitet.
Diese Handlungen werden fast einhellig von der öffentlichen Meinung unterstützt. Die Solidaritätsgesten im Hinblick auf die Juden werden verstärkt.
31.08.42 M. DOUSSIN aus Auvillar reklamiert bei der Entfernung der Siegel in einem Brief an die Gemeinde, 7 Flaschen und 1 Buch "Les coupables" von Henri Pozzi, das er Herrn Kurzweil geliehen hätte. (Das Buch war 1990 noch in den Koffern vorhanden).
Nacht vom 01.09.42 zum 02.09.42 Die 211 Internierten des Lagers Septfonds, darunter die Familie KURZWEIL, werden zum Bahnhof Caussade geführt, dann in einem Regionaltransport nach Drancy gebracht.
09.09.42 Nach einer Woche Internierung werden die Familie KURZWEIL und 203 andere Opfer der Razzia in Tarn-et-Garonne im Tranport n° 30 von Drancy nach Auschwitz gebracht. Sie werden bei ihrer Ankunft im Lager Auschwitz ermordet.
26.10.42

Die Gendarmeriebrigade von Auvillar protokolliert die Entfernung der Siegel und die Öffnung der Türe des Hauses Nr. 3 place de l'horloge, das vorher von der Familie KURZWEIL bewohnt war - in Anwesenheit der Besitzerin Mme GUICHARD und von M. KAUFMANN, des Vertreters der israelischen Kultusgemeinde ("lsraélites").
Die Gendarmeriebrigade von Auvillar fertigt eine Inventarliste der Güter der Familie KURZWEIL an. Diese werden in das Rathaus von Auvillar gebracht und in einem verschließbaren Raum gelagert.

 
09 heures 24
  23 mars 2019
   S.F.A. Auvillar
DIE ERINNERUNG AN DIE FAMILLE KURZWEIL
Français

Auvillar, 26. August 1942: Eine Abschiebung beim Morgengrauen

Pascal Caïla:
Der Weg einer sozialdemokratischen und jüdischen Familie aus Österreich 1938-1942

Vorwort
Famille Kurzweil
Von Graz nach Paris:
Die Zeit im Exil
März - Oktober 1938

Paris : Die Zeit der politischen Flucht Oktober 1938 - Juni 1940
Von Paris nach Montauban :
Die Zeit des Auszugs
Juni - August 1940

Montauban :
Die Zeit der Diskriminierung
August 1940 - Mai 1942

Auvillar :
Die Zeit der Ausgangssperre
Mai - August 1942

Epilog: Von Septfonds nach Auschwitz :
Die Zeit der Deportation
August - September 1942

Videos über die Öffnung der Koffer 1990
 Dokumente
Eine Dokumentation über Adele Kurzweil finden Sie im Internet http://adele.kurzweil.site.voila.fr/


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